Filmdreharbeiten in Frohnau: Ihre Erfahrungen und unsere Erkenntnisse

Filmdreharbeiten in Frohnau: Ihre Erfahrungen und unsere Erkenntnisse,

Ende des vergangenen Jahres haben wir Sie mit einem Bürgerbrief zu Ihren Erfahrungen mit den Filmdreharbeiten rund um die Hainbuchen- und Neubrückerstraße befragt. Die Resonanz war groß. Zahlreiche Anwohner haben sich bei uns gemeldet und sehr deutlich gemacht, wie belastend die Situation für Sie ist. Der Frust ist nachvollziehbar – ebenso der Wunsch nach klaren Regeln und einem stärkeren Eingreifen von Politik und Verwaltung.
Die geschilderten Zustände sind ernst zu nehmen: Dreharbeiten bis spät in die Nacht, grelles Licht, Generatorenlärm, rangierende Fahrzeuge sowie Parkverbotszonen, Straßensperrungen und blockierte Einfahrten haben den Alltag vieler Menschen erheblich beeinträchtigt. Auch mobile Toiletten unmittelbar vor Wohnhäusern wurden von Betroffenen als zusätzliche Zumutung empfunden. Für ein Wohngebiet ist eine solche dauerhafte Belastung nicht akzeptabel.
Für uns war daher klar: Zuständigkeiten und Abläufe müssen politisch geklärt werden. Wir sind daher in dieser Sache aktiv geworden. Richard Gamp hat als Bezirksverordneter in der Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf im Rahmen der parlamentarischen Fragestunde die zuständige Stadträtin gezielt zu den Genehmigungen und Verantwortlichkeiten befragt. Zusätzlich haben wir Gespräche mit den entsprechenden Stellen auf Bezirks- und Landesebene geführt, um die Hintergründe der Dreharbeiten zu klären, mehr Transparenz über die Genehmigungsprozesse zu schaffen und spürbare Verbesserungen für die Anwohner anzustoßen.
Gerne wollen wir Sie heute über die Ergebnisse dieser Gespräche informieren. Es wurde vielfach deutlich, dass die Zuständigkeiten zu den Genehmigungsprozessen für die einzelnen Bestandteile der Dreharbeiten komplex und selbst für die Verwaltung oft schwer nachvollziehbar sind. Nach unseren Informationen hat das Bezirksamt keine Sondernutzungserlaubnis für Gehwege erteilt, während straßenverkehrsrechtliche Anordnungen auf Landesebene erfolgen. Gleichzeitig blieb in Teilen unklar, welche Maßnahmen konkret genehmigt waren und wie deren Einhaltung kontrolliert wurde. Aus unserer Sicht braucht es hier künftig transparentere Verfahren, klare Ansprechpartner und verlässliche Kontrollen. Verstöße gegen Auflagen müssen konsequent sanktioniert werden.
Nach aktuellen Informationen ist der Dreh der Serie inzwischen abgeschlossen. Gleichzeitig gibt es Hinweise, dass in einigen Jahren – möglicherweise 2027 oder 2028 – eine weitere Staffel produziert werden könnte. Gerade deshalb ist es wichtig, jetzt klare Vorgaben seitens der Verwaltung zu implementieren, damit sich die geschilderten Zustände nicht wiederholen.
Wir werden das Thema weiterhin eng begleiten und uns dafür einsetzen, dass die Interessen der Anwohner künftig stärker berücksichtigt werden. Über die weiteren Entwicklungen in dieser Sache halten wie Sie auf dem Laufenden. Für Anregungen und Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit per Mail unter info@richardgamp.de zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Pieper
Reinickendorfer Bürgermeisterkandidat

Richard Gamp
Ihr Wahlkreiskandidat für das Abgeordnetenhaus